„Schlafen statt schreien“. „Richtig schlafen lernen“. „Jedes Kind kann schlafen lernen“.
Alle
habe ich sie gelesen, durchgeblättert, reingelesen, weggelegt, wieder
angefangen. In allen Büchern steht irgendwie doch das selbe. Die einen wollen
die Kinder nicht schreien lassen, die anderen lassen sie wieder kontrolliert
schreien, andere versuchen es wieder ganz anders. Am Ende des Tages braucht man
einen genauen Überblick über die Schlafgewohnheiten des Kindes, um den
richtigen Plan für’s Schlafenlernen zu finden.
Nachdem
uns unser kleiner Jopmann seit nunmehr 6,5 Monaten schlaftechnisch auf Trab
hält, war jetzt, 5 Wochen nach unserem Urlaub, meine Leidensgrenze erreicht. 5
Wochen lang wachte der kleine Sonnenschein 45 minütlich auf. Nacht für Nacht.
Tag für Tag. An Ruhe und Erholung im Schlaf weder bei uns, noch bei Josef zu
denken.
Vor
einigen Tagen hatte ich dann die Qual der Wahl. Für welche Schlafenlern-Methode
soll ich mich nun entscheiden? Welchen Plan werde ich nun konsequent umsetzen?
Zuvor
habe ich allerdings den Kinderarzt nochmals um Rat gefragt, habe Josef
durchchecken lassen, war auch nochmal beim HNO. Alles ist in Ordnung. Nichts
hat er. Glücklicherweise !!!
Was
er aber hat, das ist ein Schnuller. Ein Schnuller, der ihm das Einschlafen
erleichtert, jedoch das Durchschlafen unmöglich macht. Josef wacht immer wieder
auf, da ihm der Schnuller fehlt und ohne ihn ist ein Einschlafen nicht möglich.
Alleine finden und wieder dahin stecken, wo er hin soll, kann er nicht und so
war und ist er darauf konditioniert, dass dies entweder der Prinz oder ich tun.
Samstag
abend war dann, wie bereits erwähnt, meine Leidensgrenze erreicht. Von 2000 bis
2230 war Josef insgesamt 3 mal wach. Eine Tendenz, dass es in der Nacht besser
bzw. anders werden sollte, war nicht abzusehen.
Und
dann war es soweit. Ich habe dem Jopmann den Schnuller geklaut. Er mochte das
gar nicht und der Protest war enorm. So enorm, dass er eine ganze Stunde
brauchte, um wieder einzuschlafen.
Die
Intervalle, wann ich bei Jopi reinschaue, habe ich selbst festgelegt. Und so
bin ich eine Stunde lang, alle drei Minuten zu ihm rein und habe nach dem
Rechten geschaut. Um 2330 war dann Ruhe eingekehrt. Josef schlief. Tief und
fest. Erst um 0300 verlangte er was zu trinken. Und dann schlief er weiter bis
0700 ohne ein einziges mal aufzuwachen.
Seither
schläft der Jopmann innerhalb von 10 Minuten alleine ein. Ja, er wacht auf, er
maunzt kurz, aber er schläft ganz allein wieder ein und beruhigt sich. Und all
das ohne den Schnuller. Er wacht gegen 0200 auf und trinkt und dann schläft er
wieder weiter bis 0700, manchmal sogar bis 0730.
Ich
hätte es nie für möglich gehalten, dass das wirklich funktionieren kann. Doch
es ist so. Und das allerschönste dabei ist, dass Josef seither richtig gut
drauf ist. Das nächtliche Aufwachen war sicherlich auch Stress für ihn.
Für
mich wird es wohl noch eine Weile dauern, bis ich endlich zur Ruhe finde.
Schlafen kann ich nämlich nicht, da ich mich ständig frage, ob denn auch
wirklich alles in Ordnung ist.
Und
so liege ich noch immer Nacht für Nacht mehrere Stunden wach und lausche :-)
Lustig
ist es inzwischen auch mit Jopi, denn der entdeckt seine Stimme. Tagtäglich
gibt er lustige Laute von sich. Manchmal kräht er nur rum, oder aber er stösst
schrille Schreie aus. Kurz darauf lacht er sich über sich selbst kaputt.
Sehr
süss anzusehen.
Krabbeln
kann er noch immer nicht, doch er dreht sich auf seinem kleinen dicken Bauch immer
um die eigene Achse …
Tja,
und dann hat das Babyschwimmen begonnen … Josef scheint das Wasser zu lieben.
Nachdem die Badewanne nun doch ein wenig zu klein wurde, genoss er es sichtlich
in diesem grossen Becken planschen zu können. Am Ende hat er sich gar nicht aus
dem Wasser tragen lassen …
Jetzt
freuen wir uns schon auf die nächste Stunde, gleichwohl es noch 2 Wochen dauern
wird, da wir kommende Woche einen Kurzausflug in den hohen Norden unternehmen
werden …
In
diesem Sinne, gehabt euch wohl,
Eure
Jana