Manch
geneigter Leser wird wissen, dass ich in dem ein oder anderen Sozialen Netzwerk
unterwegs bin. Und genau da laufen mir seit geraumer Zeit folgende Postings
meiner Freunde über den Weg (Anmerkung der Redaktion: Text wurde frei
erfunden): „Sommer, Sonne, Sonnenschein #eigener Garten #Sommersaison 2014
#jetzt wird’s heiss.“ So, oder so ähnlich lauten die Postings, immer das „Nummern-Zeichen“
davor, und ich Vollpfosten weiss nicht, was das soll.
Zuerst
dachte ich: Voll kompliziert, so zu posten.
Eine
Weile später dachte: Super, da geht wieder ein Trend an Dir vorbei.
Aber
davon mal ganz abgesehen, es wäre nicht der erste Trend, der zur Zeit an mir
vorbei geht, denn seit ich Mutter bin, vergesse ich regelmässig Geburtstage,
eigene Termine, manchmal vergesse ich sogar, zu essen, zu trinken – also meinen
eigenen Grundbedürfnissen nachzugehen. Und ich gestehen, manchmal vergesse ich
sogar das Zähneputzen. Meist fällt es mir gegen Mittag ein … Naja, immerhin.
Vor
ein oder zwei Wochen habe ich dann aus dem TV erfahren, dass sich ein Wort, das
mit einem # am Anfang versehen ist, „Hashtag“ nennt. „Taggen“, „liken“, „poken“,
„unfrienden“ – all das waren mir bislang gängige Begriffe und der Bedeutung war
mir auch soweit klar … Jetzt kam eben noch der (oder das) Hashtag dazu. Jetzt
wusste ich zwar, was es ist, doch es war mir bislang nicht klar, wofür und wann
man es benutzt …
Seit
heute früh weiss ich es (meiner Freunde sei Dank).
#mich,
oder #mich nicht … #damit nix am Hut.
Viel
wichtiger als das ist: Projekt Unpuck Josef! Die dritte Nacht haben wir
inzwischen hinter uns gebracht. Während ich noch in der zweiten Nacht gegen
Mitternacht wieder zum Pucken übergegangen bin, da Josef wieder sehr unruhig
schlief, haben wir es in der vergangenen Nacht vollständig ohne Pucken geschafft.
Irgendwie
ist das Entwöhnen vom Pucken, wie eine Art Befreiung für mich selbst. Es fühlt
sich so gut an, sein Kind abends „normal“ ins Bett legen zu können und zu
wissen, er kann ungepuckt schlafen. Josef’s Reflexe haben sich zumindest so
weit zurückgebildet, dass er nicht mehr von jedem Zucken seines Ärmchens wach
wird. Und er sieht so schön aus, wenn er schläft.
Gestern
abend habe ich den Jopmann um 1919 zu Bett gebracht und um Mitternacht wurde er
zum ersten Mal wach. Da er so unruhig war und er derzeit einen grösseren Appetit
hat, als sonst, gab ich ihm bereits um Mitternacht sein Fläschen … Und siehe
da, er hat’s restlos leergetrunken und ist unmittelbar danach eingeschlafen.
Geschlafen hat er dann wieder bis kurz vor 0500. Gleiches Spiel haben wir dann
nochmal gemacht und um 0630 war er dann ausgeschlafen und wach, wobei er sich
lokker 20 Minuten mit sich selbst beschäftigte, bevor ich nach ihm gesehen habe
…
Über
die letzten drei Abende war jedenfalls eine deutliche Verbesserung zu erkennen.
Nacht
1:
1930
– ins Bett bringen
2230
– zum ersten mal wach werden
2330
– erneutes wach werden
0000
– Josef war hellwach und lag singend im Bett
0030
– pucken und weiterschlafen
0300
– Flasche
0530
– aufwachen
Nacht
2:
1930
– ins Bett bringen
2300
– zum ersten mal wach werden
0000
– erneutes wach werden und pucken
0200
– Flasche
0430
– kurzes Aufwachen
0600
– wach werden
Nacht
3:
1919
– ins Bett bringen
0000
– zum ersten mal wach werden und Flasche
0445
– zum zweiten mal wach werden und Flasche
0630
– wach werden
Jetzt
freu ich mich erst mal darauf, dass die Freundin heute zu Besuch kommt … Etwas
Unterstützung kann ich schon gut gebrauchen, da mir meine Erkältung noch immer
sehr in den Knochen steckt.
Und
morgen kommt der Prinz auch wieder …
Gehabt
euch wohl und bis demnächst.
Eure
Jana