Sonntag, 30. November 2014

Alles, was keine Miete zahlt ...

... muss raus !!!

Mann, haben wir uns gestern abend erschrocken ... Am allermeisten aber unser Jopmann ...
Was ist passiert?
Das ist passiert:

Meine Theorie besagt, dass Jopi evtl. deswegen schlecht schläft, da er noch hunger haben könnte. Vielleicht reicht ihm die Milch am Abend einfach nicht aus. Und mit fast 11 Monaten kann man ja mal dazu übergehen, die Abendflasche auch gegeb einen Brei zu ersetzen.
Aus der Vergangenheit weiss ich, dass Jopi kein Freund der Gute-Nacht-Breie war. Daher wollte ich schon am Nachmittag mal ausprobieren, wie das mit Griessbrei funktionieren sollte.
Den Pott, den ich ihm mittags um vier zubereitete, hat er ganz gegessen und kaum was über gelassen.

Für den Abend habe ich die gleiche Menge nochmal zubereit et, was er allerdings nicht ganz essen wollte. Im Bett habe ich ihm dann nochmal die Flasche angeboten und davon trank er dann auch nochmal ne ordentliche Menge.

Dann drehte er sich zur Seite - wie immer, wenn er einschlafen möchte - und im gleichen Moment höre ich es nur noch gluckern.
Licht an, Josef weint und in der Ecke des Bettes der Überschuss, der nicht mehr im Magen bleiben wollte.
Josef nehme ich auf den Arm und tröste ihn. Er weint bitterlich, hat er doch zum ersten mal in seinem kleinen Leben richtig gekotzt. Doch das sollte es nicht gewesen sein. Ein weiterer warmer Schwall saurer Milch ergiesst sich über meinen Nacken ins Dekollete. Josef weint und er tut mir so so leid, der arme Kerl.

Der Schlafsack ist vollgekotzt, der Schlafanzug auch, Josef sieht völlig mitgenommen aus - Essensreste kleben rund um seinen kleinen Mund.
Im Badezimmer dann erst mal ausziehen, Josef weint noch immer, klammert sich an mich fest ... Und bevor ich ihm den Schlafsack ganz vom Körper ziehen kann, entleert er sich vollständig ... Diesmal teifft es mich am Hals, Arm und überhaupt überall ...

gemeinsam schaffen wir es, Jopi zu beruhigen, fix und fertig schläft er auf meinem Arm ein. 
Die Nacht war turbulent, was allerdings daran lag, dass Josef hunger hatte, wir aber mit dem yfüttern vorsichtig waren ... Es ging alles gut und heute ist die Welt wieder in Ordnung ...

Ein Füllstandsanzeiger bei einem Baby wäre sehr hilfreich, insbesondere dann, wenn einem das eigene Kind nicht signalisiert, dass es satt ist ...

In diesem Sinne, happy erster Advent.

Dienstag, 25. November 2014

Grrrrrrrr ...

.... Aaarrrrgggghhhhh !!!!

Ich kann nicht anders. Es muss jetzt einfach mal raus, in der Hoffnung, dass es mir danach etwas besser geht und ich mich ein bisschen besser fühle ... 
Und selbst wenn nicht, es ist zumindest mal raus ...

Jopi's Schlaf bringt mich echt um den Verstand. Seit Wochen nun schlafe ich wenig bis gar nicht mehr. Seit Wochen bin ich total angespannt und am abend gehe ich oftmals mit einem Kloss im Magen schlafen, ahnend, dass ich wieder aufstehen muss, gerade wenn ich so richtig eingeschlafen bin.
Meist komme ich gar nicht zum einschlafen, da ich regelrecht auf der Lauer liege, ob und wann sich der Jopmann meldet.
Mir ist schon klar, dass ich es damit nicht besser mache, doch das Entspannen und Loslassen will mir noch nicht so recht gelingen.

Was mich auch entmutigt und völlig deprimiert ist die Tatsache, dass alle mir bekannten Babys in Josef's Alter eher mehr als minder gute Schläfer sind. Hier wird durchgeschlafen, dort nur jede dritte Nachte aufgewacht, da ist nur noch einemal Füttern in den frühen Morgenstunden.
Das frustriert mich.
Ich möchte da schon gar nicht mehr hinhören, doch ich muss ... 
Und immer wieder die Frage: "Na, schläft er schon durch?"
Und wenn man dann ehrlich antwortet, muss man diese mitleidigen Blicke über sich ergehen lassen und man kann in den Gesichtern ablesen, dass sie alle so froh sind, dass deren Kinder solch gute Schläfer sind.

Tja, Josef hatte wohl mal gute bzw. bessere Phasen dazwischen, doch diese haben eben nicht lange angedauert. Der Kleine Fortschritt war immer nur kurz von Erfolg gekrönt.
Der kleine Mann wacht seit mehreren Nächten halbstündlich auf. Der meckert kurz, verlangt den Nucki und schläft dann vermeintlich wieder ein. Im Schlaf scheint er jedoch sein Lieblingsspiel zu spielen: Schnuller greifen und wegwerfen. Das macht er tagsüber ständig und lacht sich ein Loch in den Bauch. Nacht geht der Plan allerdings nicht auf. Statt Lachen gibt's Gemecker ...
Oder aber Jopi dreht sich wie ein Grillhähnchen ... Von links nach rechts, vom Rücken auf den Bauch, mal kurz aufstehen, wieder hinlegen, einmal um die eigene Achse drehen etc ... 

Das, was in der einschlägigen Literatur beschrieben wird, haben wir schon umgesetzt. Es gibt Rituale, die wir einhalten, wann immer es geht, es gibt feste Schlafenszeiten, die nur tagsüber variieren können, wir zögern keinen Schlaf hinaus, wir achten darauf, dass er nicht 'zuviel' schläft ...
Es scheint nichts zu helfen ....

In Nuancen scheint sich Jopi's Schlafverhalten zu verändern. Wachte er bislang 20 Minuten nach dem Einschlafen auf, schläft er jetzt mal 2 bis 2,5 Stunden am Stück bis er zum ersten mal wach wird. Allerdings gibt es danach kein Schlaffenster mehr, welches die 45 Min. überschreitet. Das macht mich mürbe, nervös, unausgeglichen, dünnhäutig. Ich hab so nah am Wasser gebaut, dass ich losheulen direkt und ohne Grund losheulen könnte. 
Das Zusammenreissen kostet viel Kraft.

Und so bin ich immer wieder froh, wenn der Prinz nach Hause kommt und er dann mal "übernehmen" kann. 
Ich weiss, das muss so und ich kann es nicht ändern.
Alles nur ne Pahse, die dann wieder von einer anderen Phase abgelöst wird.

Doch es tut gut, es einfach mal aufzuschreiben, rauszulassen und es nicht in sich hineinzufressen ... Vielleicht kommt die nötige Gelassenheit ja noch ... 
Es ist, wie es ist ... Und das nächste Wochenende kommt bestimmt ... Denn da hab ich zwei Nächte, in denen ich dann mal schlafen kann und nicht raus muss 😛

So' nun warte ich auf Jopi's Vormittagsschlaf ... Vielleicht kann ich ja auch nochmal ein kurzes Nickerchen machen ...