…
legen Sie es keinesfalls vor 0930 wieder hin !
Viele
Bücher, viele Meinungen.
Da
ist guter Rat teuer und jedes Kind ist anders.
Und
da mich Jopi’s Schlaf schon eine ganze Weile beschäftigt – mal mehr, mal
weniger – habe ich mal wieder in ein neues Buch reingelesen …
Ganz
sicher kann „Jedes Kind schlafen lernen“ … Und ganz sicher kann es das in ganz
unterschiedlicher Art und Weise lernen. Während die einen von Beginn super gut
schlafen, schlafen die anderen von Beginn an etwas schlechter, zwischendurch
etwas besser und dann wieder weniger gut … Ich meine behaupten zu können, mich
ganz gut mit Jopi’s Schlaf arrangiert zu haben. Je weniger ich darüber
nachdenke, umso entspannter schlafe auch ich.
Inzwischen
nehme ich es auch ganz gelassen, wenn er mehrere Male in der Nacht wach wird …
Zugegeben, nicht immer bin ich so gelassen, aber meistens …
Was
mich allerdings ein klein wenig „gestört“ hat, war die Tatsache, dass die
Nächte meist um 0500 – hin und wieder auch um 0600 – bereits um waren. Der
Filius war fit, der Rest der Welt schlief allerdings noch selig weiter … Die
Tage waren verdammt lang, wenn sie denn so früh begonnen haben … Und wenn der
Jopmann dann mal wach war, dann wollte er allerdings gute 2-2,5 Stunden später
bereits wieder schlafen. Meist nur eine halbe Stunde oder so, aber er musste
hingelegt werden.
Und
während ich so in diesem neuen Schlafbuch lese, lese ich eben jenen ersten
Satz, den ich zu Beginn geschrieben habe. Ja, auch mein Kind wollte bereits
weit vor 0900 schon seinen ersten Morgenschlaf haben. Angeblich hole sich das
Kind bei diesem frühen Morgenschlaf noch jene Portion Schlaf, die es während
der Nacht nicht bekommen hat. Und so eröffne ich dem Prinzen, dass ich nun Jopi
bis 0930 wachhalten möchte, um genau das herauszufinden, ob und vor allem was
sich an Jopi’s Schlaf ändern würde.
Einige
Tage zuvor haben wir auch schon damit begonnen, Jopi am Abend ca. 45 Minuten
später ins Bett zu bringen …
So.
Jetzt, vier Tage später sieht die Sache so aus, dass der Jopmann kurz vor 2000
schlafen geht, um 0400 seine Flasche bekommt, dann bis 0600 schläft, den
Schnuller verlangt und sich dann nochmal eine Mütze Schlaf bis 0720/30 (!!!!)
holt …
Zum
ersten Mal seit Jopi’s Geburt konnten wir wieder „ausschlafen“ !!! Wir waren
nicht mehr die Ersten in der Strasse, bei denen der Rollladen hoch und das
Licht an ging …
Ein
völlig neues, fast nicht mehr gekanntes Erlebnis …
Vermutlich
wird sich das Schlafverhalten unseres Kindes noch eine kleine Million mal
verändern, bis er 18 ist und auszieht :-) Bis dahin werden wir auch viele Male
Zeiten verschieben, hier ein bisschen was wegnehmen, dort dazugeben usw.
Jetzt
freue ich mich allerdings darüber, dass es so ist, wie es ist und geniesse es,
dass ich mich nun auch morgens zu einem längeren Schläfchen nochmals hinlegen
kann, denn seit der Umstellung schläft der Jopmann dann auch gerne seinen
ersten Morgenschlaf von 0930 bis 1100 !!!
Was
gibt es sonst noch Neues?
Josef
mag Kürbis ! Vor etwas mehr als einer Woche haben wir mit dem Zufüttern
begonnen. Die Pastinake verursachte ein kleines „Schweppes-Gesichtchen“. Ich
habe das mal als „Es-schmeckt-mir-nicht“ interpretiert. Der Kürbis hingegen
kommt sehr gut an … Seit dem ersten Löffelchen läuft die Sache. Und die sie
läuft so gut, dass der Jopmann am liebsten das ganze Gläschen essen würde …
Doch ein Problem haben wir. Jopi mag nicht trinken … Also, seine Pre-Milch, die
mag er wohl, nicht aber Tee oder Wasser oder so … Nichts … Dabei sollte er doch
… Er braucht doch Flüssigkeit … Doch ich habe noch nichts gefunden, wie ich
diese in ihn hineinbekommen sollte. Wasser/Tee spuckt er einfach wieder aus …
Mit der Flasche nimmt er’s gar nicht, mit dem Löffel probiert er und spuckt
dann wieder … mit dem Becher das Gleiche … So lange es nur das halbe Gläschen
ist, ist es wohl noch o.k. … Wenn ich aber eine komplette Flasche mit Brei
ersetzen kann, dann sollte sich was ändern …
Und
dann ärgere ich mich über die Grabscher. Über all jene Leute, die ungefragt
Josef „anfassen“ … Das Bein, den Fuss, den Arm und auch die Hand – all das „geht“
noch … Aber im Gesicht streicheln – vor allem ungefragt – das mag ich nicht.
Ich finde das nicht schön.
So
grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, wenn Josef von Fremden berührt wird.
Es wäre eben nur schön, wenn man als Mutter vorher gefragt würde. Die Menschen
tun es aber nicht.
Gerade
heute habe ich wieder diese Erfahrung machen müssen. Josef und ich stehen am
Fahrstuhl und es gesellt sich eine „junge“ Oma zu uns. Sie beugt sich wie
selbstverständlich über den Kinderwagen und streichelt Josef an der Hand und an
der Wange. Mich scheint sie gar nicht zu registrieren.
Ich
stelle mich neben sie und streichle ihr ebenfalls über ihre Hand und über die
Wange. Völlig entsetzt macht sie einen Schritt nach hinten und fragt mich, was
das denn soll.
Meine
Antwort: „Könnte Josef sich wehren, wäre er wohl auch einen Schritt zur Seite
getreten und hätte seine Hand weggezogen.“
Ach
ja … So ist das nun mal …
Gehabt
euch wohl und bis bald,
Eure
Jana.
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