Montag, 30. Juni 2014

Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind bis 0700 schläft ...



… legen Sie es keinesfalls vor 0930 wieder hin !



Viele Bücher, viele Meinungen.
Da ist guter Rat teuer und jedes Kind ist anders.
Und da mich Jopi’s Schlaf schon eine ganze Weile beschäftigt – mal mehr, mal weniger – habe ich mal wieder in ein neues Buch reingelesen …
Ganz sicher kann „Jedes Kind schlafen lernen“ … Und ganz sicher kann es das in ganz unterschiedlicher Art und Weise lernen. Während die einen von Beginn super gut schlafen, schlafen die anderen von Beginn an etwas schlechter, zwischendurch etwas besser und dann wieder weniger gut … Ich meine behaupten zu können, mich ganz gut mit Jopi’s Schlaf arrangiert zu haben. Je weniger ich darüber nachdenke, umso entspannter schlafe auch ich.
Inzwischen nehme ich es auch ganz gelassen, wenn er mehrere Male in der Nacht wach wird … Zugegeben, nicht immer bin ich so gelassen, aber meistens …

Was mich allerdings ein klein wenig „gestört“ hat, war die Tatsache, dass die Nächte meist um 0500 – hin und wieder auch um 0600 – bereits um waren. Der Filius war fit, der Rest der Welt schlief allerdings noch selig weiter … Die Tage waren verdammt lang, wenn sie denn so früh begonnen haben … Und wenn der Jopmann dann mal wach war, dann wollte er allerdings gute 2-2,5 Stunden später bereits wieder schlafen. Meist nur eine halbe Stunde oder so, aber er musste hingelegt werden.

Und während ich so in diesem neuen Schlafbuch lese, lese ich eben jenen ersten Satz, den ich zu Beginn geschrieben habe. Ja, auch mein Kind wollte bereits weit vor 0900 schon seinen ersten Morgenschlaf haben. Angeblich hole sich das Kind bei diesem frühen Morgenschlaf noch jene Portion Schlaf, die es während der Nacht nicht bekommen hat. Und so eröffne ich dem Prinzen, dass ich nun Jopi bis 0930 wachhalten möchte, um genau das herauszufinden, ob und vor allem was sich an Jopi’s Schlaf ändern würde.
Einige Tage zuvor haben wir auch schon damit begonnen, Jopi am Abend ca. 45 Minuten später ins Bett zu bringen …

So. Jetzt, vier Tage später sieht die Sache so aus, dass der Jopmann kurz vor 2000 schlafen geht, um 0400 seine Flasche bekommt, dann bis 0600 schläft, den Schnuller verlangt und sich dann nochmal eine Mütze Schlaf bis 0720/30 (!!!!) holt …
Zum ersten Mal seit Jopi’s Geburt konnten wir wieder „ausschlafen“ !!! Wir waren nicht mehr die Ersten in der Strasse, bei denen der Rollladen hoch und das Licht an ging …
Ein völlig neues, fast nicht mehr gekanntes Erlebnis …

Vermutlich wird sich das Schlafverhalten unseres Kindes noch eine kleine Million mal verändern, bis er 18 ist und auszieht :-) Bis dahin werden wir auch viele Male Zeiten verschieben, hier ein bisschen was wegnehmen, dort dazugeben usw.
Jetzt freue ich mich allerdings darüber, dass es so ist, wie es ist und geniesse es, dass ich mich nun auch morgens zu einem längeren Schläfchen nochmals hinlegen kann, denn seit der Umstellung schläft der Jopmann dann auch gerne seinen ersten Morgenschlaf von 0930 bis 1100 !!!

Was gibt es sonst noch Neues?
Josef mag Kürbis ! Vor etwas mehr als einer Woche haben wir mit dem Zufüttern begonnen. Die Pastinake verursachte ein kleines „Schweppes-Gesichtchen“. Ich habe das mal als „Es-schmeckt-mir-nicht“ interpretiert. Der Kürbis hingegen kommt sehr gut an … Seit dem ersten Löffelchen läuft die Sache. Und die sie läuft so gut, dass der Jopmann am liebsten das ganze Gläschen essen würde … Doch ein Problem haben wir. Jopi mag nicht trinken … Also, seine Pre-Milch, die mag er wohl, nicht aber Tee oder Wasser oder so … Nichts … Dabei sollte er doch … Er braucht doch Flüssigkeit … Doch ich habe noch nichts gefunden, wie ich diese in ihn hineinbekommen sollte. Wasser/Tee spuckt er einfach wieder aus … Mit der Flasche nimmt er’s gar nicht, mit dem Löffel probiert er und spuckt dann wieder … mit dem Becher das Gleiche … So lange es nur das halbe Gläschen ist, ist es wohl noch o.k. … Wenn ich aber eine komplette Flasche mit Brei ersetzen kann, dann sollte sich was ändern …

Und dann ärgere ich mich über die Grabscher. Über all jene Leute, die ungefragt Josef „anfassen“ … Das Bein, den Fuss, den Arm und auch die Hand – all das „geht“ noch … Aber im Gesicht streicheln – vor allem ungefragt – das mag ich nicht. Ich finde das nicht schön.
So grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, wenn Josef von Fremden berührt wird. Es wäre eben nur schön, wenn man als Mutter vorher gefragt würde. Die Menschen tun es aber nicht.
Gerade heute habe ich wieder diese Erfahrung machen müssen. Josef und ich stehen am Fahrstuhl und es gesellt sich eine „junge“ Oma zu uns. Sie beugt sich wie selbstverständlich über den Kinderwagen und streichelt Josef an der Hand und an der Wange. Mich scheint sie gar nicht zu registrieren.
Ich stelle mich neben sie und streichle ihr ebenfalls über ihre Hand und über die Wange. Völlig entsetzt macht sie einen Schritt nach hinten und fragt mich, was das denn soll.
Meine Antwort: „Könnte Josef sich wehren, wäre er wohl auch einen Schritt zur Seite getreten und hätte seine Hand weggezogen.“

Ach ja … So ist das nun mal …

Gehabt euch wohl und bis bald,
Eure Jana.

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