Sonntag, 23. März 2014

QuEngelchen.




Der frühe Vogel und der Wurm oder so … Wenn ich auch sonst keine Langschläferin war, so bringt mich dieses frühe Aufstehen doch fast um den Verstand. Dabei hat der Prinz doch freiwillig die erste Schicht bis 0500 übernommen, damit ich mal wieder schlafen konnte …

All jene Mütter, die bereits durch dieses Tal der gewitterwolkendunklen Augenringe und Tränensäcke durch sind, werden mich an dieser Stelle wohl nur müde belächeln und sich im stillen Kämmerlein denken: Mädchen, das kommt noch viel schlimmer … Du machst Dir kein Bild davon …

Josef entwickelt sich prächtig und jeden Tag kann er ein wenig mehr, aber auch wieder ein wenig weniger. Seit neuestem weiss er wohl nicht mehr, wie das mit dem Einschlafen geht. Hatten wir bislang keine Probleme, das Kind am Abend ins Bett zu legen, ist seit zwei Tagen das Geschrei enorm.
Wir müssen ihn pucken, denn sonst kommt er gar nicht zur Ruhe. Ständig, dauerhaft, naja IMMER sind seine Arme und Beine in Bewegung. Auch dann, wenn er die Augen vor Müdigkeit kaum noch aufhalten kann. So wie er rumstrampelt und sich bewegt, müsste er doch dauermüde sein. Strengt das einen Säugling nicht an, die Beinchen immer in der Luft zu haben?

Ich kann dieses Gebrüll nicht gut aushalten. Also, ich kann da so gar nicht gut mit umgehen. Das geht mir so dermassen an die Substanz … Das Schlimme dabei ist, dass wir nie erfahren werden, warum er so brüllt.
Und immer wieder auf’s Neue möchte ich wissen, warum das Kind so ist, wie es ist. Warum schreit es denn nur? Und in Gedanken gehe ich die Checkliste der möglichen Gründe durch:
Hunger? – Kann nicht sein, er hat er vor 1-2 Stunden getrunken.
Schmerzen? – Könnte sein, doch nichts deutet wirklich darauf hin.
Müde? – Ooooh ja, doch er findet nicht in den Schlaf.
Windel? – Frisch – kann es auch nicht sein …

Da fällt mir zur Windel eine Geschichte von vor 2 Wochen ein. Josef war mal wieder sehr unruhig und nachdem er getrunken hatte und munter in seinem Stubenwagen vor sich hinstrampelte, fing er aus heiterem Himmel das Schreien an. Ganz erbärmlich – herzzerreissend. In den Arm nehmen, herumtragen, wiegen, schaukeln – nichts half. Und so entschied sich der Prinz kurzerhand dafür, mit dem Knaben nochmal spazieren zu gehen, um ihn zu beruhigen. Es dauerte nicht lange, da ereilte mich ein Anruf, dass Josef noch immer am Schreien sei. Verdammt, denke ich, jetzt können wir ihn noch nicht mal mehr im Kinderwagen beruhigen …
Irgendwann waren die beiden dann auch wieder zurück und wir beschlossen, Josef noch zu baden (das mag er), ihn dann zu füttern und versuchen, ins Bett zu legen.
Auf dem Wickeltisch traf mich dann fast der Schlag … Bis zur Halskrause !!!!

Kein Wunder, dass der Kleine schreien musste und sich nicht wohlfühlte …

Aus Erfahrung lernt man … Und jetzt steht das Prüfen der Windel ganz weit oben auf der Checkliste …

Jetzt pooft der Filius wieder im Kinderwagen auf dem Balkon.
Wenn er das doch nur auch mal im Bett täte …

Ich lehne mich erst mal wieder zurück und lass die Welt sich allein drehen …

Gehabt euch wohl,
eure Jana

2 Kommentare:

  1. Das kenne ich noch und ich muss gestehen, ich musste wirklich dabei grinsen. Nicht böse nehmen, aber ich war damals der verzweiflung nahe, was ist denn nu wieder?! Es wurde alles geprüft und probiert, naja, ich denke du weißt was ich meine oder soll ich sagen, ich weiß wovon du sprichst? :)

    Bei uns war es wochenlang so, dass wir gegen 3-4 Uhr morgens nen spaziergang einlegten, einfach weil sie sich dabei wohl fühlte und ihr das rumtragen besser gefiel in der frischen morgen Luft, als durch die Wohnung. Schöne und anstrengende Zeit :-)

    Ich trage mich einfach mal als Leser ein und hoffe auf mehr posts von dir, ganz Liebe Grüße.

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  2. Liebe Jana,
    als ich diese Zeilen gelesen habe, musste ich innerlich grinsen und zwar, weil es mich an die Zeit mit meinem Sohn ziemlich genau erinnert...die ist noch nicht so lange her. Und ich sage dir aus Erfahrung: Es wird irgend wann mal besser ;-D ;-D
    Mein Sohn war die Ersten Monate ein Schrei-Baby und auch so kann ich mich daran erinnern, dass es oft nicht einfach war, vor allem die Abende beim einschlafen.
    Auch an die Zeiten, als er um 5:00 Uhr morgens hellwach war kann ich mich sehr gut erinnern ( zum Glück dauert diese Phase nicht lange).
    Na, auf jeden Fall ist bei uns jetzt QuEngelchen #2 unterwegs... :-)
    Ich bin ab sofort deine neue Leserin und freue mich mehr von euch zu lesen.
    Liebe Grüße
    Eva
    http://selbst-gemacht.blogspot.de

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