Dienstag, 22. April 2014

Rotaviren ...



… statt Ostereier.


Das war’s mit Jopmann’s erstem Osterfest. Zum Eiersuchen kamen wir nicht, konnten jedoch im 30-Minuten-Takt immer wieder an der gleichen Stelle eine volle Windel finden. Seit Samstag abend gibt’s den wunden Po auch gleich noch mit dazu.

Doch erst mal von vorne.
Nach langem Hin und Her habe ich mich doch durchringen können, Ostern doch im Norden bei der Oma verbringen zu wollen bzw. mich auf das Abenteuer „Full-House“+Quengel+kein eigenes Zimmer+viele andere Variablen, einzulassen. Jopi muss schliesslich auch mal lernen, damit umzugehen, dass es nicht immer ruhig und leise um ihn sein kann. Und lt. Prinz „sind ja genug Leute da, die einem das Kind dann auch mal abnehmen können“.
So habe ich am Donnerstag Sack und Pack zusammengesucht, alles gut verstaut, damit es am Karfreitag losgehen kann.
Wohl war mir allerdings nicht im Magen, war Josef in den vergangenen Tagen alles andere als gut drauf.
Trotz Heilnahrung und diverser anderer Mittelchen, die vom Arzt verordnet wurden, ging es Jopi nicht besser. Sein Zustand verschlimmerte sich zumindest nicht dahingehen, dass er nichts mehr trinken wollte, bzw. signifikant weniger getrunken hätte. Und so konnte der Kinderarzt am Mittwoch eben auch nochmal Entwarnung geben. Das dauert wohl alles seine Zeit.

Unleidig war der Miniprinz dennoch. Das zwickt und zwackt im Darm, das tut dann auch mal weh. Man weiss es ja selbst, wie es ist, wenn es im Darm nicht so rund läuft. Entsprechend unruhig waren und sind dann auch die Nächte, in denen Jopi zwar schläft, doch die rechte Erholung nicht eintreten mag.
All das zusammen macht aus Jopi eben ein noch unleidigeres Kindchen, als es das eh schon ist. Und ich würde ihm so gerne helfen wollen … Doch ich kann es nicht … Ich kann ihn nur trösten ...

Und so machen wir uns Karfreitag Morgen auf den Weg Richtung Norden. Kurz vor dem Kreuz Frankfurt klingelt des Prinzen Telefon. Sein Bruder informiert uns, dass sein Ältester seit Donnerstag abend an Brechdurchfall leidet. Was genau es sei, wisse man nicht, doch man wollte es uns gesagt haben.
Alarm !!!! Was ich nun gar nicht gebrauchen kann, ist ein kotzendes Kind. Der Darm reicht mir vollends. So leid mir das für Anton tut, dass es ihn nun erwischt hatte, so wollte ich den Jopmann dem nicht aussetzen und sagte direkt, dass ich dann nicht mitfahren möchte, sondern eben lieber mit dem Miniprinzen zu Hause bleibe.
Um die Sache abzukürzen: Der Prinz fuhr mit seinem Erstgeborenen zur Oma in den Norden und ich blieb mit dem Jopmann zu Hause.
Gar nicht so einfach mit einem kränklichen und nicht schlafen wollenden Kind. Inzwischen habe ich 4 fast durchwachte Nächte hinter mir, die Ringe unter den Augen sind noch nicht mal mehr wegzuschminken und Josef scheisst noch immer, was das Zeug hält.

Ich hoffe echt, dass das bald vorbei ist und wir wieder durch- und aufatmen können. Neben all der Windelwechslerei hatte ich natürlich auch viel Zeit darüber nachzudenken, wie ich Josef denn doch helfen könnte. Diese Tage hat er sogar bei mir im Bett mitgeschlafen, was mich jedoch noch zusätzlich vom Schlafen abhielt. Doch jetzt weiss ich zumindest, warum er immer wieder wach wird und was ihn des Nachts stört. Da ist zum einen der Darm, der eben ganz schön schwer am Arbeiten ist. Hinzu kommt dann noch der Reflux, dass er oftmals nicht hoch genug liegt (daher ist es im MaxiCosi auch immer besser, da er da offensichtlich im richtigen Winkel liegen kann). Ausserdem ertappe ich mich dabei, wie ich mir insgeheim doch vorwerfe, so tragetuchresistent gewesen zu sein. Derzeit scheint es so, als suche Jopi immer mehr Kontakt, doch da er das TT nicht kennt, fühlt er sich darin auch nicht wohl. Die Manudca funktioniert auch nur bedingt … Innen nie, draussen besser.
So werde ich nun doch mal eine Trageberatung machen – mal sehen, ob dies neue Erkenntnisse bringt … Vielleicht muss es ja noch nicht mal das Tragetuch sein, evtl. tut es die Manduca auch. Ich meine nämlich festgestellt zu haben, dass Josef sich das durchaus gefallen lassen könnte, wenn er nur gross genug ist, dass er über den Rand schauen kann. Schauen wir mal …

Das Osterwochenende war echt grausam. Nächtelang habe ich nicht geschlafen und Josef hat fast nur geschrien, geweint, gemotzt und war überhaupt nicht gut drauf. Nun möchte ich ganz gewiss den Tag nicht vor dem Abend loben, doch seit gestern scheint er mir wie ausgewechselt. Das Gejammer ist so viel weniger geworden, Schreiattacken hatte er gar keine mehr und er kann sich so gut alleine beschäftigen oder aber man kann so schön mit ihm spielen und erzählen. So macht das richtig, richtig Spass … Also, so macht das immer mehr und mehr Spass :-)

Und morgen holen wir dann unser neues Auto ab. Mit dem Verkauf unserer beider Prinzen-Single-Kutschen geben wir nun hochoffiziell das Lotterleben auf und gönnen uns eine angemessene Familienkutsche in welcher unsere kleine Patchworkfamilie immer genug Platz hat.
Zugegeben, schon ein komisches Gefühl, aber auch ein sehr schönes.

So, ich mach dann mal Feierabend für heute und lass die Welt sich allein weiterdrehen … Heute vielleicht einfach mal um einen kleinen neuen Erdenbürger, der heute das Licht der Welt gesund und munter erblicken durfte !!! Meiner lieben Freundin Bianca und ihrer kleinen Familie alles Liebe an dieser Stelle … Dieses freudige Ereignis hat mich heute vermehrt an den 9. Januar diesen Jahres zurückdenken lassen und all das in Gedanken nochmals zu durchleben, was ich vor fast genau 15 Wochen selbst erleben durfte.

Gehabt euch wohl.
Eure Jana.

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